Reise 2017

Wie jedes Jahr unternehmen wir auch dieses Jahr wieder eine etwa 7-wöchige Reise zu den Sägewerken und deren Einschlagsgebieten, um die Legalität und Qualität der Ware zu kontrollieren, als auch Gespräche über die gelaufene und kommende Saison zu führen. Hier ein paar Eindrücke unserer Reise:

Die Ausrüstung ist zusammengestellt. Am 21.09.2017 ging es los.

Es ist alles verladen. Nun kann es losgehen. Bis zum ersten Ziel sind es 2.818 km. Für die Strecke benötigten wir etwa 4 Tage a. 9 Stunden reine Fahrzeit.

Was hier aussehen mag wie ein Meer (oder größerer See) ist in Wirklichkeit der Rio Paraná, den wir hier gerade überqueren.

Wir überqueren gerade die Landesgrenze von Mato Grosso do Sul in den Bundesstaat Mato Grosso. Von hier sind es noch gut 1.000 km bis zum tropischen Nordteil des gleichen Bundesstaates.

Sonnenuntergang in Mato Grosso, Zeit das nächste Hotel aufzusuchen, um nicht nachts fahren zu müssen.

Die schier endlose Weite Mato Grossos‘ mag kein Ende nehmen.

Wie an der Vegetation unschwer zu erkennen ist, erreichen wir den tropischen Teil Mato Grossos‘.

Uwe und Alan beim Abendessen.

Erster Stopp bei einem Sägewerk im Bundesstaat Rondônia. Testen gerade die Mangos.

Nach ersten Gesprächen beginnen wir unsere Kontrolle im Sinne der EUTR auf dem Rundholzplatz.

Ordnungsgemäße Kennzeichnung der Lieferkette (chain-of-custody bzw. cadeia de custódia) am Rundholz.

Nahaufnahme eines Rundholzetiketts.

Vorgehobeltes Ipê Schnittholz welches nun auf das Endmaß gehobelt wird. Durch das 2-malige Hobeln erzielt man eine wesentlich saubere Oberfläche und hat vor allem keine Brandspuren durch etwaigen Hängenbleiben der Dielen im Hobelautomat.

Sauber paketierte Ipê Terrassendielen.

Durch diese Form der Bündelung reißen beim Ein- und Ausladen der Pakete in die Container nicht die Umreifungsbänder, da das Stahlband nicht den Boden berührt.

Bei einem weiteren Werk schauen wir uns gerade Angelim Vermelho Schnittholz in dickeren Dimensionen für den holländischen Wasserbau an.

Hier ein Brückenträger aus Angelim Vermelho.

Alan und Uwe stoßen auf ein kühles Bier an welches bei den feuchtwarmen tropischen Temperaturen wohl erfrischt.

Auf unserer weiteren Fahrt müssen wir mal wieder eine der hier typischen Fähren nehmen, um einen der zahlreichen Flüsse zu überqueren.

Gerade sind wir in Richtung des anderen Flußufers aufgebrochen.

Obwohl es 8 Uhr morgens ist, brennt die Sonne schon recht stark.

Im weiteren Verlauf unserer Strecke überqueren wir noch etliche glasklare Flüsse im Amazonasbecken.

Im Amazonas sind die meisten Straßen nur reine Erdpisten und kleinere Flüsse werden auf hier üblichen einfachen Holzbrücken überquert.

Eine kleine Verschnaufpause bevor es hunderte km auf dieser Erdpiste durch den Amazonas geht.

Hier kann man die Holzbrücke von soeben in ihrer gesamten Konstruktion bewundern. Das Fahren auf den Erdpisten staubt in der Trockenzeit höllisch. Ab und zu waschen wir uns den Staub aus dem Gesicht und den Armen.

Entlang unserer Strecke gibt es diverse Forst-Management-Projekte.

Nun kommen wir durch ein Indianer-Reservat. Dies ist ein für Indianer geschütztes Gebiet, in dem keinerlei Aktivitäten durch Fremde vorgenommen werden dürfen. Nur durchfahren ist erlaubt.

Die kleinen Flüsse im Amazonas faszinieren einen doch immer wieder.

Ab und zu kommt auch mal ein Auto entgegen. Eigentlich fahren wir auf der falschen „Straßenseite“, aber hier war die Erdpiste ebener und man konnte etwas mehr Gas geben.

Eine weitere kleine Verschnaufpause, die ich immer gern nutze, um die Natur auf mich wirken zu lassen.

Soeben passieren wir exakt den 8. Südlichen Breitengrad auf der berüchtigten Transamazonica.

Wie man unschwer erkennen kann, haben die Flüsse in der Trockenzeit einen sehr niedrigen Wasserpegel.

Wir erreichen den ersten Ort seit der Flussüberquerung mit der „Fähre“. Wie man sieht, eine völlig verstaubte Ansiedlung.

Brasilien verfügt zwar über ein gutes Tankstellennetz und unser Tank ist noch zur Hälfte voll, aber da wir nicht wissen, wann wir die nächste Möglichkeit in dieser Abgeschiedenheit dazu haben, tanken wir sicherheitshalber wieder voll.

Unweit der Tankstelle befindet sich auch unser Hotel. Für diese Gegend immer noch eine der besten Übernachtungsmöglichkeiten.

Der Staub auf unserer Strecke ist so fein, dieser macht auch nicht auf unserer Ladefläche halt. Das ganze Gepäck ist mit einer feinen Schicht überzogen.

Brasilianer sind sehr tierlieb! Dieser kleine Welpe würde mir auch gefallen, aber ob er mit uns reisen darf bzw. überhaupt möchte?

Weiter geht’s auf den auch hier endlos erscheinenden Straßen.

Wie man sieht, ist das Auto auch schon ganz schön „verdreckt“.

Hier befindet sich die Straße auch in „Renovierung“

Den heutigen Tag starten wir in einem Forstprojekt, das wir im Sinne der EUTR Lieferantenbesuchsprotokollen aufsuchen, um die Lieferkette bestenfalls zurück verfolgen zu können.

Im Forst-Projekt selber fahren wir in einem Can-Am Commander Quad weiter. Dieses Gerät eignet sich ideal für unsere Aufzeichnungen, da es auch dort noch weiterkommt, wo unser Toyota Hilux an die Grenzen geraten würde.

Wir befinden uns an einer sog. Esplanade, also einem Rundholzsammelplatz.

Alan gleicht die Stammplaketten stichprobenweise mit der Forstkarte ab.

Eine Stammplakette in der Nahaufnahme.

Am nächsten Tag geht es in ein weiteres Forstprojekt. Da es am Vortag geregnet hat, finden sich etliche Pfützen auf der Straße.

… bis hin zu kleinen Seen.

Es ist zwar offiziell noch keine Regenzeit, aber das Wetter spielt dieses Jahr auf der ganzen Welt verrückt und so regnet es auch weitaus häufiger in der Trockenzeit, was natürlich die Transporte erschwert.

Das Regenwasser weicht den Erdboden auf, es wird zunehmend matschiger. Zum Glück haben wir dieses Jahr in einen Geländewagen investiert.

Im Forstprojekt angekommen, suchen wir gezielt einzelne Bäume auf, bei denen der Einschlag verboten ist. Wir gleichen die Kennzeichnung mit der Forstkarte ab. Dieser hier ist ein sog. „porta-semente“, d.h. ein samen-/ fruchttragender Baum.

Vielen Dank an das Forstteam, deren Qualifikation uns sehr überzeugt hat.

Ordnungsgemäß aufgenommenes Rundholz wird zum Sägewerk transportiert.

Ein Teil der Fazenda, auf der das Forstprojekt betrieben wird, ist auch für Viehzucht freigegeben.

Auf der Weiterfahrt sind wir mal wieder an einem Fluß angekommen den wir mit einer Fähre überqueren müssen. Nach 1 1/2 h Wartezeit kommt die nächste Fähre endlich.

Der Sonnenuntergang während der Überfahrt ist einfach herrlich. Schön, wie sich die Sonne im Wasser spiegelt.

Am nächsten Morgen sehen wir erst, wie „verdreckt“ unser Auto wirklich ist.

Es geht weiter nach Lábrea, dort wo die Transamazonica beginnt.

Die Bilder von niederbrennendem Regenwald sieht man leider immer wieder. Was viele nicht wissen, dass diese „Säuberung unproduktiven Landes“ für die Schaffung von Rinder- und Sojafarmen geschieht. Trotzdem glauben die Leute in Europa, dass die Holzindustrie dafür verantwortlich sei. Aber warum sollte ein Holzbetrieb den Ast absägen, auf dem er selber sitzt? Es wird nur der Holzindustrie geschickt in die Schuhe geschoben, da sie über keine Lobby verfügt. Jeder will Fleisch im Supermarkt finden, ist seine Hamburger bei Fastfoodketten, aber braucht man Holz? Könnte man ja gegen „pflegeleichten Kunststoff“ ersetzen. Genau dadurch wird die Umwelt geschädigt und nicht durch nachhaltig erzeugtes, tropischen Hartholz aus gut geführten Forst- Managementprojekten. Dies ist Teil unserer Mission.

Auf unserer weiteren Reise müssen wir abermals einen Fluss mit einer der für die hiesige Region typischen Fähren überqueren. Da der Fluss in der Trockenzeit Niedrigwasser führt, musste eine Fahrspur in den Fluss hineingebaut werden über die man zur Fähre gelangt.

Was hier aussieht wie eine Insel ist in Wirklichkeit die Landzunge Boliviens. Im Hintergrund unser Ziel, die gegenüberliegende brasilianische Seite des Flusses.

Wir passieren wieder ein Forst-Management-Projekt, welches wir uns später noch ansehen werden.

Ipê Rundholz mit ordnungsgemäßer Lieferkette (chain-of-custody).

Ipê Bestand am Rundholzplatz.

Auf der gegenüberliegenden Seite Cumaru Amarelo Rundholz, auch hier schauen wir uns die Lieferketten-Kennzeichnung an und gleichen sie stichprobenartig mit dem Rundholzprotokoll ab.

Cumaru Amarelo Bestand am Rundholzplatz.

Das Rundholz, welches aus dem Forst-Management-Projekt kommt, wird hier abgeladen und nach Holzart sortiert auf dem Rundholzplatz entsprechend verteilt.

Garapa-Rundholz, welches in dieser Gegend besonders häufig vorkommt.

Nun geht’s wieder zurück und wir müssen abermals den Rio Madeira überqueren. Rechts auf dem Bild sieht man wieder die Landzunge Boliviens.

Auf unserer weiteren Fahrt passieren wir eine Landfläche, die in der Regenzeit komplett überflutet ist. Durch den wasserreichen Boden ist es hier in der Trockenzeit so schön grün.

Die Sonne geht schon unter, es wird Zeit, dass wir unsere Fahrt fortsetzen, um möglichst nicht im Dunkeln in unserem Hotel anzukommen.

In der Trockenzeit sind die Erdpisten zwar passierbar, aber durch vorausfahrende Fahrzeuge wird so viel feiner Staub aufgewirbelt, dass die Sicht oft derart eingeschränkt, als ob man im Nebel fahren würde.

Auf unserem heutigen Reiseabschnitt passieren wir die Grenze zu einem unter Naturschutz gestellten Waldareal. Auf dem Schild steht „VERBOTEN Jagen, Fischen, Eindringen, Entwalden, Abbrennen, Extrahieren (Gewinnen) von Holz und Nebenprodukten aus dem Wald – Zugang nur mit Erlaubnis“. Trotz der häufig wahrzunehmenden, einhelligen Meinung in Brasilien würde der Amazonas nur entwaldet, sehen wir auf unserer Reise sehr häufig solche unter Naturschutz gestellten Waldgebiete. Es geht auch anders! Nur dazu muss man sich vor Ort begeben und nicht alles glauben, was einem die Presse unterjubelt, denn die arbeiten nach dem Motto „Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“.

Wenn man sich das Amazonasbecken bzw. unsere zurückgelegten Strecken einmal auf einer orohydrografischen Karte* ansieht, findet man ein unzählbares dichtes Netz an Flüssen ähnlich wie das Adernetz in unserem Körper. Kleinere Flüsse überquert man auf primitiven Holzbrücken, größere Flüsse mit den für diese Region typischen Fähren. Nun stehen wir mal wieder an einem solcher Flüsse (hier dem Rio Madeirinha) und warten auf die Fähre.

*Anmerkung: Orohydrografische Karten sind Sonderausgaben von topographischen Karten. Sie enthalten nur das Gewässernetz (meistens in Blau) und Höhenlinien (in Braun), jedoch keine weiteren topographischen Elemente wie Straßen, Bebauung oder Vegetation. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Orohydrografische_Karte)

In Guatá angekommen, besichtigen wir den Rundholzplatz eines Sägewerks und gleichen auch hier wieder stichprobenartig die Rundholzplaketten mit dem Rundholzprotokoll ab.

Auch in diesem Werk wird selbstverständlich das Rundholz nach Holzart sortiert.

Eine Partie Angelim Pedra Schnittholz für den holländischen Markt.

Eindeutige Kennzeichnung des Rundholzes.

Unser Alan vor ein paar Ipê-Stämmen. Unschwer zu erkennen die olivbraune Farbe des Kernholzes.

Wir fahren nun in eine vorschriftsmäßig eingezäunte Fazenda um dort ein „Área de Manejo Florestal Sustentável“ (Nachhaltige Waldbewirtschaftungsfläche) unseres Sägewerkspartners zu besuchen.

Es geht auf etwa 46 km Länge über einfache (schlammige) Erdpisten bis zur Flächeneinheit der diesjährigen Holzernte. Diese Erdpisten dürfen so wenig wie möglich die Natur schädigen, daher ist der seitliche Bewuchs sehr dicht und schattenspendend. Das führt aber auch dazu, dass die Sonne nicht die „Pfützen“ austrocknet, die auf dem hiesigen Abschnitt zum Teil bis zu 25 m lang sind.

Nun sind wir im Forstmanagementprojekt angekommen. Vorschriften verpflichten den Holzerntebetrieb entsprechende Hinweis- und Warnschilder aufzustellen und zu unterhalten.

Hier beginnt der „Plano de Manejo Florestal Sustentavel“ mit den entsprechenden Angaben auf dem Hinweisschild.

Immer wieder versperren uns natürlich (z.B. durch Sturm/Wind) umgestürzte Bäume oder heruntergefallene große Äste den Weg. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als mit einer Machete und Kettensäge den Weg freizuräumen.

Wir haben unser Hindernis ausreichend zurechtgestutzt so dass wir nun unsere Fahrt fortsetzen können.

Wir passieren ein weiteres nachhaltiges Forst-Management-Projekt „Plano de Manejo Florestal Sustentavel“

In diesen einfachen und provisorischen Behausungen essen und schlafen die Mitarbeiter, die im Forst-Management-Projekt mit der Holzernte beschäftigt sind. Es gibt hier einen 25 Tage Rhythmus, danach sind 6 Tage am Stück frei und die Mitarbeiter kehren in dieser Zeit zurück zu ihren Familien. Ebenso finden sich in diesen Hütten auch alle Gerätschaften, die für die Holzernte benötigt werden, einschließlich den Forstkarten.

Ein weiterer vom Wind umgestürzter kleiner Baum versperrt uns die Weiterfahrt. Auch hier legen wir wieder alle Hand an, schneiden Stamm und Zweige in Stücke und räumen sie an die Seite.

Ein mächtiger Angelim Vermelho Baum, der eigentlich zum Fällen vorgesehen war. Nachdem man jedoch zuvor einen sog. „Schwertschnitt“ in den Stamm vorgenommen hat, musste man feststellen, dass dieser innen hohl war und ließ ihn stehen. Auf diese Weise erhalten die Bäume ihre ökologische Rolle, der Tierwelt Nahrung und Schutz zu bieten.

Hier sieht man die Stammplakette „Árvore Abater“ die besagt, dass dieser Angelim Vermelho Baum zum Fällen vorgesehen war.

Auf der rechten Seite erkennt man die am Stamm angeschlagene Plakette.

Ein Abgleich der CC „cadeia de custodia“ (Lieferkette) eines Angelim Vermelho Stammes auf einer sog. „esplanade“ (Rundholzsammelplatz).
– Faixa (Streckenabschnitt) Nr. 42
– Seção (Stammteil) A (bezeichnet den Erdstamm)
– Árvore (Baum) Nr. 53
Diese Angaben müssen mit der Forstkarte, auf der alle Bäume eingezeichnet sind und dem Rundholzprotokoll, auf dem alle eingeschlagenen Stämme aufgeführt werden, übereinstimmen. Am Wurzelstumpf, der über die geographischen Daten auf der Forstkarte auffindbar ist, muss ebenfalls eine Plakette mit gleichen Angaben vorhanden sein. Durchmesser und Form von Wurzelstumpf und Stamm müssen selbstverständlich identisch sein.

Hier sieht man den zuvor beschriebenen Erdstamm mit seiner dazugehörigen Plakette.

Über unser GPS im Auto gleichen wir die geographischen Daten unseres Standortes mit denen der Forstkarte ab und suchen nun den zum vorigen Foto gehörenden Wurzelstumpf.

Der Wurzelstumpf ist unweit der Esplanade entfernt. Ziemlich in der Mitte auf dem hohen Wurzelanlauf erkennt man auch die Plakette. Alle Angaben stimmen überein, auch Durchmesser und Stammform.

Da wir ohnehin schon auf einer unweit entfernten Esplanade sind, schauen wir uns auch das andere Rundholz an.

Die tropische Hitze von aktuell 36°C und hohe Luftfeuchtigkeit von über 80% in Verbindung mit den abertausenden Fluginsekten strengt gewaltig an und macht schnell müde. Ich habe großen Respekt vor den Forstarbeitern, denn ich kenne kaum ähnlich kraftzehrende und zugleich gefährliche Arbeitsplatzbedingungen. Die Leute arbeiten hier von Sonnenaufgang (6 Uhr) bis Sonnenuntergang (18 Uhr) 12 h täglich 25 Tage ununterbrochen. Die klimatischen Bedingungen erschweren zudem noch das Tragen der vorgeschriebenen, persönlichen Schutzausrüstung. Selbst beim bloßen Rumstehen schwitzt man ununterbrochen wie in einer Sauna. Viel Trinken ist nicht nur erforderlich, es ist gar lebensnotwendig.

Hier noch mal eine gut lesbare Stammplakette eines zum Einschlag freigegebenen Baumes.

Zum Vergleich mit vorigem Foto hier nun eine Stammplakette eines geschützten Baumes, der unter keinen Umständen eingeschlagen werden darf „proibido o corte“.

Der Blick in die Baumkrone eines Angelim Vermelho mittleren Stammdurchmessers.

Im Camp werfen wir noch mal einen Blick auf die Forstkarte mit ihren deutlich eingezeichneten „faixas“ (Streifen-Abschnitte). Unschwer zu erkennen sind auch die als blaue Linien eingezeichneten Flüsse. Rechts und links eines Flusses darf im Abstand von 50 m kein Baum gefällt werden, da Flüsse zur Wasser- und Nahrungsaufnahme der Tierwelt dienen und hier die Vegetation so unberührt wie möglich belassen werden soll.

Hier haben wir bewusst die Legende der Karte fotografiert. Diese besagt:
– Abate (zum Einschlag/Fällen vorgesehene Bäume)
– Porta Semente (geschützte samen-/fruchttragende Bäume)
– Proibida (absolutes Fällverbot)
– Rara (Selten vorkommende Baumart, die nicht gefällt werden darf)
– Remanescente (noch wachsende, junge Bäume, die nicht eingeschlagen werden dürfen)
– Rio (Fluss)
– Parcela_permanente (permanent geschützte Parzelle)
– APP area proteção permanente (permanent geschützte Fläche, z.B. entlang der Flüsse)
– Estrada_secundaria 4m (Nebenwege 4 m)
– Estrada_primaria 6m (Hauptwege 6 m)
– Esplanade 20×25 m (Rundholzsammelplatz 20×25 m)
– Picadas (Skidderrouten zum Herausziehen der gefällten Stämme)

Wie man sieht, ist alles so exakt wie möglich angegeben und eingezeichnet.

Es ist schon spätnachmittag und wir machen uns auf den Rückweg aus dem Forst-Management-Projekt. Das Licht der Nachmittagssonne ist bestens geeignet für schöne Aufnahmen des tropischen Regenwaldes, der hier durch ein „Projeto“ (Projekt) nachhaltig genutzt, aber erhalten bleibt. Pro Hektar dürfen max. 26 Festmeter Holz entnommen werden, danach muss es für 25 Jahre unangetastet bleiben. Für jegliche Eingriffe ist der Landeigentümer haftbar und muss bei Vergehen empfindlich hohe Geldstrafen zahlen. Bei schweren Vergehen sind auch Gefängnisstrafen vorgesehen.

Noch ein abschließender Blick in die Baumkronen entlang unseres Forstweges. Hier ist die Holzernte schon abgeschlossen und das Waldgebiet wird sich in den nächsten 25 Jahren wieder natürlich erholen.

Ein Blick auf unsere Fahrt durch den tropischen Regenwald. Damit die Natur so wenig wie möglich beeinträchtigt wird, sind die Straßen hier reiner Erdboden, ohne Schotter, Asphalt oder Beton.

Ein LKW mit Rundholz ist auf diesem Abschnitt im Schlamm und Matsch stecken geblieben. Leider kommen wir links nicht an ihm vorbei, die Passage ist einfach zu schmal. Zudem besteht die Gefahr, dass wir links in einen kleinen Fluss abrutschen und schlimmstenfalls umkippen. Nun müssen wir warten, bis ein Radlader den LKW aus dem Morast zieht. Das verzögert unsere Rückfahrt erheblich und es wird dabei dunkel werden, da in einer halben Stunde die Sonne untergeht.

Der LKW ist beim Durchdrehen der Räder einfach zu stark nach links gerutscht und droht in den kleinen Fluss abzurutschen. Das Herausziehen muss mit größter Sorgfalt erfolgen. Auf diesem Bild sieht man übrigens sehr deutlich, dass auch Flüsse im Forstprojekt natürlich mit Rundholz überbrückt werden. Die im Wasser liegenden Stämme sind innen hohl und dienen so als Kanalisation. Bei Abschluss der Forsttätigkeiten wird der Weg wieder zugeschüttet und die Stämme über den Fluss, die noch als Brücke dienen, zurück gebaut, so dass der Fluss in der Regenzeit wieder natürlich fließen kann und so auch ein Eindringen durch Fremde unmöglich gemacht wird.

Am nächsten Tag fahren wir die 416 km lange Landstraße von Machadinho nach Colniza die uns quer durch den Regenwald führt. Es ist nur eine Erdpiste mit einfachsten Holzbrücken, die oft in einem derart schlechten Zustand sind, dass man mit höchster Aufmerksamkeit darüberfahren muss, um nicht in eines der Löcher zu rutschen und dann womöglich stecken zu bleiben. Auf der gesamten Strecke gibt es nur zwei kleine Ansiedlungen, die aber ewig weit entfernt liegen. Zudem wird die Strecke nur sekundär genutzt, aber die nächste asphaltierte Straße würde uns zunächst 700 km in südliche Richtung bringen, dort müssten wir dann von West nach Ost queren und wieder 700 km in Richtung Norden fahren. Es erspart uns also 2 zusätzliche Tage Fahrt und einen Umweg von 1.400 km.

Auf dieser Anhöhe haben wir einen herrlichen Blick über den tropischen Regenwald, der so dicht ist, dass man unsere Straße nicht erkennen kann.

Auf unserer Weiterfahrt überqueren wir den herrlichen und sauberen Wasser führenden Rio Roosevelt.

Eine Panoramaaufnahme vom Rio Roosevelt mit der einfachen Fähre die uns in wenigen Minuten auf die andere Flussseite bringt. Zum Glück gibt es hier keine Ansiedlung und man kann die weitestgehend unberührte Natur bewundern.

Gleich sind wir auf der anderen Flussseite angekommen und können unsere Fahrt fortsetzen.

Es erschließt sich uns ein herrlicher Blick auf den tropischen Regenwald und die vor uns liegende Piste.

Die Erdpiste führt uns durch die von der Natur vorgegebene Topographie durch Anhöhen und Täler.

Wir haben gerade mal den 13. Oktober und es regnet am heutigen Nachmittag in Strömen. Erste Anzeichen dafür, dass die Regenzeit in Kürze einsetzt. Eigentlich noch zu früh in Mato Grosso.

Am heutigen Morgen wollen wir unsere Weiterfahrt fortsetzen und werden zuvor noch kurz unsere Ladefläche etwas von dem fürchterlichen Staub befreien. Im Prinzip umsonst, solange wir noch Erdpisten befahren, aber vielleicht hilft es doch ein wenig.

Zu unserem Entsetzen sehen wir heute auf 150 km Länge rechts und links unserer Fahrstrecke abgebrannten Regenwald, der für Weideland zur Rinderhaltung weichen musste. Wie sehr würden wir uns hier doch ein Projeto de Manejo Florestal Sustentável (nachhaltiges Forst-Management-Projekt) gewünscht haben. Ganz klar ist ein Forstprojekt ein Eingriff in Primärwald, aber durch die nachhaltige Nutzung erhält der Wald einen wirtschaftlichen Wert, bleibt als Ökosystem erhalten und wird nicht einfach nur für Weideland oder Sojaanbau niedergebrannt, wie hier geschehen.

Unschwer im Vordergrund den abgebrannten Regenwald zu erkennen und es weiden bereits die ersten Rinder. Zu dumm nur, dass die wenigsten Menschen über die wahren Ursachen der Entwaldung aufgeklärt sind. Allgemein glaubt man, die Holzindustrie sei für die Regenwaldvernichtung verantwortlich, was eindeutig nicht der Fall ist, nur haben wir keine Lobby und Rindfleisch sowie Sojaprodukte dienen ja zur Ernährung der Weltbevölkerung. Es wird immer eine mühselige Aufklärungsarbeit bedeuten, auf die wahren Umstände der Regenwaldvernichtung hinzuweisen.

Wo früher einmal Regenwald stand, der einfach nur abgebrannt wurde, weiden heute Rinder. Ein Boykott von Tropenholz, zu dem einst Umweltverbände aufgerufen haben, hat in keinster Weise zum Erhalt der Regenwälder geführt, was eigentlich damit bezweckt war. Das Gegenteil war der Fall, die vor Ort lebende Bevölkerung hat keinen wirtschaftlichen Wert mehr in ihrem Wald gesehen und ihn beim Rückgang der Nachfrage nach Tropenholz einfach niedergebrannt, um die Landfläche wie hier geschehen, für wirtschaftliche Agrarprojekte frei zu machen. Um Regenwald wirklich zu schützen, muss man ihn nachhaltig nutzen und darf kein Tropenholz grundsätzlich boykottieren. Man sollte nur bei seinem Kauf auf legalen Ursprung achten und das machen wir, indem wir nicht nur die uns beliefernden Sägewerke besuchen, sondern auch intensiv deren Einschlagsgebiete, die Projeto de Manejo Florestal Sustentável (nachhaltigen Forst-Management-Projekte). Nur so können wir uns im Sinne der EUTR vom legalen Ursprung des Holzes überzeugen.

Am heutigen Sonntag ist ein Bad im kühlen Nass des hoteleigenen Pools bei den tropisch feuchtwarmen Temperaturen eine willkommene Abkühlung.

Ein einladendes Hotel in einer kleinen Ansiedlung eingebettet im tropischen Regenwald. In diesem Ambiente übernachtet man doch gerne!

Unweit unseres Hotels befindet sich ein schöner Wasserfall an dessen Oberlauf sich Uwe gerade befindet.

Ein herrliches Naturschauspiel hier am „Cachoeira das Adorinhas“.

Die 2 kleineren „Zwillingswasserfälle“ rechts vom wasserreichen „Cachoeira das Adorinhas“.

Hier sieht man den weiteren Flußverlauf des Rio Aripuanã mitten durch den tropischen Regenwald.

Uwe mit Blick auf „Cachoeira das Adorinhas“.

Milena mit Blick auf „Cachoeira das Adorinhas“.

Noch kurz vor der Weiterreise ein Foto von Milena und Uwe mit dem „Cachoeira das Adorinhas“ im Hintergrund.

Im nächsten von uns angesteuerten Sägewerk kontrollieren wir MARUPA-Schnittholz. Diese Holzart wird oft im Austausch für das afrikanische Ajous eingesetzt, da es ebenso hell, leicht und weich ist. Hauptanwendung sind Leisten aller Art und vor allem auch Saunalatten.

Marupa-Pakete kurz vor der Bündelung. Es werden noch gerade die Hirnenden zum Schutz eingesprüht. Zudem dient die Farbe der Kennzeichnung im Lager des Kunden.

Am nächsten Morgen besuchen wir ein weiteres Werk in der Region und begutachten die Hobelqualität der Ipê Terrassendielen.

Ipê Terrassendielen frei von Holz- und Hobelfehlern.

Ordnungsgemäß für den Export verpackte Bündel Ipê Terrassendielen.

Sägerauhe Angelim Vermelho Pfosten für die Niederlande.

Angelim Vermelho Pfosten für den holländischen Wasserbau mit gleichmäßig angespitztem Kopfende.

Angelim Vermelho Pfosten frisch von der Bandsäge. Wie man im Gegensatz zu den vorherigen Fotos eindeutig erkennen kann, ist das Holz noch nicht an Luft und Licht zu dem kräftig dunkel-rotbraunen Farbton nachgedunkelt.

Angelim Vermelho Schnittholz 20×100 mm für den holländischen Wasserbau.

Auf unserer Weiterfahrt haben wir die 14 Uhr Fähre um 8 Minuten verpasst und müssen nun über 2 Stunden in annähernd 38°C bei umherschwirrenden Moskitos ausharren, bis die Fähre wieder zurückgekehrt ist. Was bleibt da anderes übrig, als die Zeit durch ein Nickerchen zu überbrücken bis es anschließend wieder über anstrengende, holprige Erdpisten weitergeht.

17 Uhr! Die Fähre ist von der letzten Flussüberquerung zurückgekehrt und wir können nun bald loslegen. Man ist hier pünktlicher wie die deutsche Bundesbahn. Alle Achtung! Und das in so einer Abgeschiedenheit.

Alan und Uwe erhaschen noch die letzten Sonnenstrahlen der Nachmittagssonne auf der Fähre bevor es in ca. 45 Minuten dunkel wird.

Das Flussufer ist gesäumt von dichtem Regenwald.

Schön wie sich die Bäume im Wasser spiegeln.

Nach knapp 1 h Überfahrt ist endlich das andere Flussufer in Sicht.

Für eine Weile sind wir vorerst die letzte Erdpiste gefahren. Die rund 2.000 km forderten ihren Tribut. Ab 80 km/h fing das Lenkrad an zu schlackern, deshalb lassen wir die Räder neu auswuchten und die Spur einstellen.

Überall klebt die angetrocknete Erde. Kaum zu glauben, dass das Auto erst 1 ½ Monate alt ist.

Sicherlich verursacht auch der angetrocknete Schlamm eine Unwucht in den Rädern.

Trotz Reinigung der Felgen mussten die Räder neu ausgewuchtet werden.

Ein typischer Wegweiser mit km-Angaben im tropischen Nordteil Brasiliens.

Zum Ende der Trockenzeit ist das Flussbett recht ausgetrocknet und bildet wie hier diese wunderschönen, sauberen Sandinseln.

Es geht wieder weiter auf staubigen Erdpisten.

Nun betrachten wir eine Konzession in einem Staatswald. Diese auf Bundesebene vergebenen Konzessionen haben aufgrund ihrer Größe und den häufigen Kontrollen durch höhere Staatsorgane den Vorteil, dass hier von einer sehr legalen Bewirtschaftung ausgegangen werden kann. Zu groß wären die finanziellen Verluste für die Betreiber im Falle der Feststellung illegaler Vorkommnisse. Eine Zuwiderhandlung führt zum Entzug der Konzession, über hohe Geldstrafen bis hin zum totalen Verlust des eingesetzten Investments und sogar Gefängnis.

Vom Eingangsportal sind es noch ungefähr 90 km über Waldwege bis zur ersten Haupt-Esplanade, dem Rundholz-Sammelplatz, an dem auch das Projekt lokal verwaltet wird.

Nach etwas mehr als 2 Stunden sind wir an der großen Esplanade angekommen und betrachten nun die lokalen Einrichtungen wie Verwaltungsgebäude, Schlafstätten der Waldarbeiter, Vorratsläger für Proviant und Ausrüstung, etc.

In diesem Gebäude werden die Aktivitäten des ersten Abschnitts der Konzession überwacht und verwaltet.

Hier nun ein Blick ins Innere. Für einen Europäer etwas einfach – aber hier draußen fernab der Zivilisation doch recht bemerkenswert. An der Wand sieht man auch die Forstkarte, auf der alle Bäume kartographisch erfasst wurden.

Neben der Forstkarte sehen wir hier auch die erforderlichen Bescheinigungen und Lizenzen mit Angaben der Holzarten und -mengen.

Nach dem Motto „Papier ist geduldig“ möchten wir auch dort stichprobenartige Kontrollen vornehmen, wo die Forstoperationen stattgefunden haben. Das Bild zeigt Alan mitten im Wald auf unserem Weg zu einem Wurzelstumpf.

Wie sich unschwer erkennen lässt, erholt sich das System recht schnell wieder von der vorangegangenen Holzernte. Durch das Fällen des alten Baumes entstand Licht, der neues Leben entstehen lässt wie hier an den Baumsprösslingen zu sehen ist. Es findet also eine Verjüngung des Baumbestandes statt.

Inzwischen besuchen wir bereits ein weiteres Projekt, in dem wir ebenfalls feststellen, dass eine ordnungsgemäße Kennzeichnung des Rundholzes erfolgt.

Über jeden Stamm wird sauber Buch geführt, d.h. aus welchem Projekt er stammt, welcher Flächeneinheit, die Stammnummer und der Abschnitt.

Wir befinden uns auf der Transamazonica zu einem etwa 90 km entfernten Ziel in nördlicher Richtung. Am Vorabend hat der Regen die zuvor staubige Straße in eine Schlammpiste verwandelt.

Ein LKW ist an einer Steigung auf der rutschigen Schlammpiste steckengeblieben. Auch der Lastwagen, der an ihm seitlich vorbeifahren wollte, hängt fest. In kurzer Zeit hat sich ein Stau von etwa 200-300 LKW’s gebildet, an dem man nur noch mit einem Geländewagen seitlich vorbeikommt.

Inzwischen sind wir an den LKW’s vorbeigefahren, jedoch ist der vor uns liegende Abschnitt noch stärker vom Regen und dem Verkehr aufgeweicht worden, wodurch die Matschschicht immer tiefer wird.

Am heutigen Nachmittag fahren wir erneut in ein Forst-Management-Projekt. Da es inzwischen schon jeden Tag regnet, passieren wir abermals Abschnitte mit Schlamm und Matsch.

Je weiter wir in den Forst hineinfahren, umso ursprünglicher ist die recht dichte Vegetation. Hier passieren wir gerade einen steilen Abschnitt, allerdings ist der Untergrund hier im Gegensatz zur gestrigen Strecke von der Morgensonne schon etwas ausgetrocknet. Das sind die besten „off-road“ Fahrbedingungen, weil es dabei weder staubt noch wir stundenlang durch Matsch fahren müssen.

Wie man sieht, kennt das Navi hier keine (offiziellen) Straßen.

Im Forstprojekt angekommen, gleichen wir erneut die Wurzelstumpfplaketten mit der Forstkarte und dem Rundholzprotokoll ab.

Alan und Uwe beim Ablesen der Wurzelstumpfplaketten.

Die am Stamm angebrachte Plakette mit Angabe der Flächeneinheit, der Stamm-Nummer und des Stamm-Abschnitts stimmt mit der des Wurzelstumpfes und der Forstkarte sowie den Rundholzprotokollen überein.

Uwe beim Ablesen der Plakette an einem Massaranduba-Stamm. Alan, der hinter ihm auf dem Wurzelstumpf steht, notiert die Angaben zum späteren Abgleich mit den Aufzeichnungen im System.

Nachdem wir nun diverse Stichproben gezogen haben, machen wir uns auf den Rückweg.

Am nächsten Morgen sind wir am Rundholzplatz eines Sägewerks. Hinter Uwe befinden sich mächtige Garapa-Stämme mit z. Tl. recht interessanter Stammform. Hieraus könnte man doch schöne rustikale Tische herstellen…

An der Luft zur Vortrocknung aufgestapeltes Schnittholz mit speziellen Stapelleisten von geringer Auflagefläche vorbildlich senkrecht übereinander in kurzen Abständen angeordnet. Auch das Hirnholz und die oberste Lage wird durch Holzabdeckungen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, um so zu schnelles Austrocknen und dadurch Rissbildung zu vermeiden.

Hier sieht man Ipê Terrassendielen mit sehr glatt gehobelter Oberfläche. Die von diesem Sägewerk stammende Produktion wählen wir bewusst für qualitativ anspruchsvolle Kunden aus.

Uwe lässt es sich nicht nehmen, die Haptik dieser so superglatt gehobelten Ipê-Terrassendielen durch Darüberfahren mit der Hand zu testen.

Ein weiteres Paket mit ebenfalls glatt gehobelten Ipê Terrassendielen von herausragender Qualität.

Die vor kurzem gehobelten Ipê Terrassendielen werden hier nochmals vor der Bündelung auf Sichtqualität nachkontrolliert.

Auch auf diesem Foto eines komplett aufgestapelten Bündels Ipê Terrassendielen kann man sich nochmal von der besonderen Qualität überzeugen.

Hier sieht man deutlich wie die einzelnen Lagen im Paket nochmals alle separat mit Umreifungsband aus Kunststoff gebündelt werden. Das hat für den lagerhaltenden Holzhändler im Detailverkauf den Vorteil, dass beim Aufschneiden des obersten Umreifungsbandes die darunterliegenden Paketschichten noch alle sauber gebündelt bleiben und nicht alle Dielen lose auf der Palette aufliegen. Gerade bei Hochregallägern führt dies weniger zum Herabfallen einzelner Dielen, wenn das Paket in luftiger Höhe zu Wackeln anfängt und dadurch die Gefahr besteht, dass sich einzelne Lagen im Paket verschieben. Hierdurch werden gefährliche Unfälle vermieden und die Ware macht jederzeit einen verkaufsfördernden, sauberen Eindruck.

Alle Hirnenden werden vorsichtig mit Paraffin zum Schutz des Hirnholzes eingestrichen. Es finden sich auch keine Paraffinspritzer auf der Hobeloberfläche.

Diese Massen an LKWs, die man hier auf der Transamazonica in nördlicher Richtung fahren sieht, haben alle Soja geladen, das von Santarém aus verschifft wird. Nochmals, Soja ist nach unseren Erkenntnissen der Hauptverursacher eines flächendeckenden Rückgangs des tropischen Regenwaldes.

In der Gegend um Sinop, die bekannt für gute Itaúba Herkünfte ist, kontrollieren wir die Qualität einiger Terrassendielenpakete. Auch hier hinterlässt die Verpackung/Bündelung auf uns einen sauberen Eindruck.

Auf dem Rundholzplatz desselben Sägewerkes schauen wir uns noch das Itaúba Rundholz an und gleichen stichprobenartig ein paar Rundholzplaketten mit den Aufzeichnungen im Büro ab.

Welch herrlich rote Blüten hat dieser Baum, den wir auf unserer Weiterfahrt an einem Privatgrundstück bemerken.

Irgendwie ist Brasilien ein Land der Mangobäume, die man so halt auch häufig auf den Parkplätzen der Sägewerke als schattenspendende Bäume sieht. Die Mangos fühlen sich aber noch recht hart an. Zum Ernten ist es noch etwas zu früh.

Nachdem wir erneut wieder eine Matschpiste von etwa 150 km Länge in ein entlegenes Gebiet gefahren sind, erstaunt es einen doch immer wieder, welch moderne (automatisierte) Sägewerkstechnik in dieser ansonsten so infrastrukturlosen Abgeschiedenheit eingesetzt wird.

Am nächsten Morgen sehen wir das Resultat von etwa 300 km Matschpiste, von der wir erst spät am Abend im Hotel ankamen.

Das Befahren dieser Matschpisten lässt so gut wie keinen Bereich unseres Autos mehr sauber, aber dafür haben wir ja nun mal in einen Geländewagen investiert.

Inzwischen haben wir unsere Mission beendet und befinden uns auf der 4-tägigen Rückfahrt. Hierbei passieren wir den Bundesstaat Minas Gerais, dessen Hochland für den besten Kaffee Brasiliens berühmt ist. Den heutigen Sonntag nutzen wir, für uns einen Vorrat von etwa 10 kg dieses köstlichen Kaffees anzuschaffen. Uwe probiert gerade den ebenfalls in Minas Gerais berühmten Cachaça (Schnaps aus Zuckerrohr).

Die Besichtigung einer Kaffeeplantage darf natürlich nicht fehlen, denn man sieht diese nun mal nicht jeden Tag.

Unweit der Kaffeeplantage befindet sich eine herrliche Fazenda mit einem sehenswerten Wasserfall, an dessen Oberlauf sich Uwe gerade befindet. Im Hintergrund sieht man ein paar über den Abgrund gespannte Seile, über die ein paar Wagemutige balancieren.

Ein kurzer Blick in den Abgrund, in den das Wasser hinunterschießt, umgeben von einer herrlich dichten und intensiv grünen Vegetation.

Hier nochmal ein letzter Blick auf den Wasserfall, diesmal aus einer anderen Perspektive. Wirklich großen Respekt verdienen die 2 Wagemutigen, die hier gerade über dem Abgrund auf einem schmalen Gurtband balancieren.