Angelim Vermelho

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Angelim Vermelho
Weitere Handelsnamen

Faveira Ferro, Faveira Dura

Botanischer Name

Dinizia excelsa

Herkunft

Brasilien und Guyanas, hauptsächlich im Amazonasbecken.

Splintholz

rosafarben, 50 – 100 mm breit, nicht immer deutlich vom Kernholz zu unterscheiden.

Kernholz

im frischen Zustand gelbbraun, meist streifig, oftmals mit orangefarbigem Schimmer; rotbraun nachdunkelnd.

Geruch

im frischen Zustand hat Angelim Vermelho einen auffallend ranzigen (buttersäureartigen) Geruch, der erst nach langer Zeit verschwindet, jedoch bei erneuter Befeuchtung wieder auftritt.

Stammdurchmesser

110 cm bis 180 cm; bei geradem, zylindrischem Wuchs.

Dichte

bei 12% HF: 1.070 (+/- 60) kg/m³
frisch: 1.300 – 1.500 kg/m³

Schwindmaß

tangential: 8,5 (+/- 0,4) %
radial: 5,1 (+/- 0,4) %

Druckfestigkeit

69 (+/- 2) N/mm²

Biegefestigkeit

160 (+/- 10) N/mm²

Monnin Härte

17,1 (+/- 1,9) N/mm²

E-Modul

26.280 (+/- 2.220) N/mm²

Stehvermögen

gut bis mäßig / Angelim Vermelho trocknet sehr langsam mit geringer Neigung zur Rissbildung (Oberflächen- und Endrisse) sowie geringer Verformung. Kammertrocknung sollte jedoch sehr sorgfältig und vorsichtig durchgeführt werden, eine ausreichende Vortrocknung an der Luft ist in jedem Fall empfehlenswert.

Bearbeitung

trotz der großen Härte lässt sich Angelim Vermelho maschinell noch gut bearbeiten; es ist jedoch erhöhter Kraftaufwand erforderlich. Werkzeuge stumpfen ziemlich schnell ab, bei maschineller Bearbeitung sind daher HM-bestückte Werkzeuge zu bevorzugen. Beim Hobeln kann es aufgrund des Wechseldrehwuchses zu Faserausbrüchen kommen. Im Allgemeinen lässt sich die Oberfläche jedoch glatt herstellen.

Biegefähigkeit

nicht bekannt

Leimfestigkeit

gut bis mäßig, nur Leime auf PUR-Basis geeignet; Leimflächen sollten unmittelbar vorher entfettet werden. Die Verleimung erfordert aufgrund der hohen Dichte besondere Sorgfalt.

Nagelfestigkeit

gut, jedoch Vorbohren erforderlich

Oberflächenbehandlung

gut

Verwendung

Konstruktionsholz für stärkste Beanspruchungen im Außenbau, an die keine hohen Ansprüche bezüglich Maßhaltigkeit gestellt werden, wie z.B.: Wasser-, Brücken- und Schiffsbau, Hafenanlagen, Schleusentore, Dammwände (Kanalabgrenzungen), Fahrzeug- und Karosseriebau (LKW-, Container- und Waggonböden), Bahnschwellen, Lärm- und Sichtschutzwände, Pfosten, Garten- und Landschaftsbau, Zaunanlagen. Gut geeignet für Fußböden und Werkbänke in Industrieanlagen.

Dauerhaftigkeit

Sehr gut (entspricht Dauerhaftigkeitsklasse 1 nach DIN EN 350-2), resistent gegen holzverfärbende und holzzerstörende Pilze, Trockenholzinsekten und Termiten.

Ähnliche Holzarten

in Bezug auf annähernd ähnliche Rohdichte, Dauerhaftigkeit und Verwendung: Araracanga, Mora, Orelha de Macaco, Tatajuba, Wallaba, u.a.

Bemerkungen

Bei Kontakt mit Eisen und blankem Stahl entstehen bei feuchtem Angelim Vermelho graublaue Verfärbungen.
Bei der Verwendung von Angelim Vermelho muss beachtet werden, dass es in Berührung mit Wasser „abfärbt“ und somit nicht für Sitzbänke im Freien geeignet ist.
Angelim Vermelho eignet sich im Austausch für andere Außenbauhölzer mit ähnlicher Rohdichte und Dauerhaftigkeit wie z.B. Bongossi (Azobé), Yellow Balau (Bangkirai), Greenheart (nicht im Salzwasser), Okan (Denya), u.a..

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