Cedro

Botanischer Name

Cedrela odorata
und andere Arten gleicher Gattung

Herkunft

Tropisches Mittel- und Südamerika

Splintholz

deutlich abgesetzt, 20 – 50 mm breit, hellgrau bis graurosa

Kernholz

rötlich gelbbraun bis zu hell rotbraun,jeder Stamm zeigt eine gleichmäßige Färbung, Farb- und Gewichtsunterschiede gibt es lediglich standortbedingt. Eine hellere Färbung geht meist einher mit einem geringeren Gewicht.
Cedro ist von gleichmäßiger Struktur und weist teilweise eine leicht streifige bis geflammte Zeichnung auf.
Das Holz enthält ein ätherisches Öl, welches auf frisch bearbeitetem Holz den auffallenden Geruch und eine klebrige Harzschicht erzeugt.
Porigkeit mäßig grob mit dunkelrotbraunen Inhaltsstoffen.
Faserverlauf gerade, dennoch kann ein schwacher Wechseldrehwuchs vorkommen.

Geruch

aromatisch, intensiv zedernartig, später nachlassend

Stammdurchmesser

50 – 90 cm, teilweise auch bis 180 cm vorkommend, bei geradschäftigem, zylindrischem Wuchs

Dichte

bei 12% HF: (400) – 490 – (700) kg / m³
frisch: ca. 800 kg / m³

Schwindmaß

tangential: 4,9 – 6,3%
radial: 2,3 – 4,1%

Druckfestigkeit

41 N/mm²

Biegefestigkeit

78 N/mm²

Härte nach Janka

2,5 kN/mm² parallel
3,5 kN/mm² senkrecht

E-Modul

9.800 N/mm²

Stehvermögen

Sehr gut! Cedro läßt sich leicht und gut mit geringer Neigung zum Reißen und Werfen trocknen. Es besteht ein leichtes Risiko von Zellkollaps.

Bearbeitung

Gut und leicht mit allen Werkzeugen, lediglich der hohe Harzgehalt kann bei einigen Stämmen zu Problemen führen.

Biegefähigkeit

mäßig gut

Leimfestigkeit

gut

Nagelfestigkeit

gut

Oberflächenbehandlung

Gut. An der Oberfläche austretenes Harz sollte vor Endbehandlung entfernt werden.
Imprägnierung des Kernholzes ist nur schwer möglich!

Verwendung

Wegen seiner hervorragenden Eigenschaften eignet sich Cedro als Konstruktionsholz für leichte Innen- und Außenbauarbeiten. Cedro vereint Dauerhaftigkeit und geringes Gewicht, weshalb es sich vorzüglich für Fassadenverkleidungen einsetzen läßt. Ferner ist es weithin bekannt für den Bau von Zigarrenkisten und Humidoren. Ansonsten wird Cedro auch im Jachtbau eingesetzt. Es dient auch zum Bau von Möbeln und Kleiderschränken (wegen seiner insekten- und mottenabwesenden Eigenschaften bedingt durch seinen ätherischen Geruch) und zur Herstellung von Furnieren. Cedro wird auch gerne verwandt für Fenster, Türen, Vertäfelungen, Drechsler- und Schnitzarbeiten, sowie für Musikinstrumente (Resonanzböden, Gitarrenhälse). Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass Cedro ein weiches Holz ist.

Dauerhaftigkeit

Gut (entspricht Dauerhaftigkeitsklasse 2 nach DIN EN 350-2); ziemlich resistent gegen Pilz- und Insektenbefall. Ziemlich termitenfest.

Ähnliche Holzarten

k.A.

Bemerkungen

Das hier beschriebene Cedroholz ist ein Laubbaum. Häufig führt der Name zu Verwechslungen mit Zedern-Arten der Nadelholzbäume wie Atlas-, Himalaya- und Libanonzeder. Die letzteren Zedernarten haben allerdings kaum noch eine Handelsbedeutung.
Das Laubholz Cedro ist wegen seines typischen Geruchs geschätzt. Dieser kommt dem Geschmack von in Humidoren aus Cedroholz aufbewahrten Zigarren zu Gute.
Das ätherische Öl verursacht Flecken auf silbrigen Gegenständen, die in Kontakt mit dem Holz waren.
Bei Berührung mit Eisenmetallen erfolgt eine Verfärbung des Holzes.