Ipê

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Produktinformationsblatt
Ipê
Botanischer Name

Tabebuia serratifolia, T. impetiginosa, T. incana / Handroanthus serratifolius

Herkunft

Tropisches Mittel- und Südamerika: hauptsächlich Brasilien, Frz. Guyana, Surinam, Guyana, Trinidad & Tobago, Venezuela, Kolumbien, Peru, Bolivien, Paraguay, Argentinien.

Splintholz

deutlich abgesetzt, meist schmal 30 – 90 mm, gelblich-grau

Kernholz

von gelblich-braun bis dunkel-oliv-braun; Faserverlauf meist eng wechseldrehwüchsig, Oberfläche sehr dicht; schwefelgelbe Inhalte (Lapachol) in den Porenrillen. Farblich wie strukturell überwiegend homogenes Holz von mittlerer bis feiner Textur und sehr hoher Dichte; Holzbild schlicht, u. U. mit Glanzstreifen durch Wechseldrehwuchs (nur auf radialen Flächen).

Geruch

im frischen Zustand leicht würzig, im trockenen Zustand nicht auffällig

Stammdurchmesser

60 – 100 cm, mitunter auch bis 180 cm und mehr; bei geradem, zylindrischem Wuchs

Dichte

bei 12% HF: 1.040 (+/- 40) kg/m³
frisch: 1.240 kg/m³

Schwindmaß

tangential: 6,4 (+/- 0,9) %
radial: 5,1 (+/- 0,5) %

Druckfestigkeit

95 (+/- 10) N/mm²

Biegefestigkeit

166 (+/- 28) N/mm²

Monnin Härte

14,6 (+/- 6,1) N/mm²

E-Modul

22.760 (+/- 2.244) N/mm²

Stehvermögen

gut bis mäßig / trotz der hohen Rohdichte ohne besondere Schwierigkeiten zu trocknen mit geringer Neigung zu Verformung und (Oberflächen-)Rissbildung. Eine langsame und sorgfältige Kammertrocknung ist dennoch empfehlenswert, um Trocknungsschäden zu vermeiden, insbesondere bei dickeren Dimensionen. Das Holz ist träge in der Feuchteaufnahme und -abgabe.

Bearbeitung

aufgrund der großen Härte ist die Bearbeitung mit Hand- und Maschinenwerkzeugen speziell im trockenen Zustand erschwert. Werkzeuge stumpfen schnell ab, der Einsatz von HM-bestückten Werkzeugen ist empfehlenswert. Im Bereich des Wechseldrehwuchses bestehen mitunter Schwierigkeiten glatt gehobelte Flächen zu erzielen.

Biegefähigkeit

nicht bekannt

Leimfestigkeit

mäßig, eine Verleimung des Holzes im Außenbereich ist nicht empfehlenswert. Aufgrund der sehr hohen Dichte ist die Verleimung mit besonderer Sorgfalt durchzuführen.

Nagelfestigkeit

gut, jedoch Vorbohren erforderlich

Oberflächenbehandlung

gut / manche Öle, Lasuren und Lacke werden jedoch aufgrund der hohen Dichte und der Inhaltsstoffe nicht angenommen. Es empfiehlt sich der Einsatz eines Porenfüllers.

Verwendung

Konstruktionsholz im Innen- und Außenbau für mechanisch und biologisch höchst beanspruchte Anwendungen, an die auch hohe Anforderungen bezüglich Maßhaltigkeit gestellt werden können, z.B. Brücken- und Schiffsbau, Schwimmstege, Schleusen, Wasserbau (nur Süßwasser!), Kühlturmbau, Kläranlagen, Lärm- und Sichtschutzwände, Fahrzeug- und Karosseriebau, Schwellen, Zaunanlagen, Parkbänke, Gartenmöbel, Treppen, Industrieböden, Vollholzparkett, Landhausdielen, Möbel, Drechsler- und Schnitzerarbeiten, Holzgriffe und Werkzeugstiele, Jagd- und Sportgeräte.
Ipê ist aufgrund seiner außerordentlichen Dauerhaftigkeit, großen Härte, guten Stehvermögens, sowie der geringen Neigung zu Verformung und Rissbildung das am besten geeignete Holz für Terrassen- und Balkondielen. Es ist jedoch von den handelsüblichen Terrassendielen aufgrund seiner Begehrtheit nicht immer uneingeschränkt verfügbar. Daher ist die auch eher technische Verwendung des Holzes in den Hintergrund geraten.

Dauerhaftigkeit

sehr gut (entspricht Dauerhaftigkeitsklasse 1 nach DIN EN 350-2); beständig gegen Trockenholzinsekten und Termiten

Ähnliche Holzarten

in Bezug auf ähnliche Rohdichte und Dauerhaftigkeit: z.B. Balsamo, Cumarú, Massaranduba, u.a.

Bemerkungen

Ipê ist ein sehr schweres, sehr elastisches und hartes Holz mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften, die im Bereich von Bongossi und ähnlich schweren Harthölzern liegen.
Sägemehl und Schleifstaub können mitunter zu Reizungen der Schleimhäute führen. Bei der Bearbeitung ist auf eine gute Absaugung des Holzstaubes zu achten.
Der Holzinhaltsstoff „Lapachol“ enthält zu 0,4% Desoxylapachol und kann bei zu Allergien neigenden Personen Hautentzündungen (Dermatitis) verursachen.
Lapachol bekommt bei Kontakt mit alkalischen Stoffen (wie z.B. Ammoniak) eine dunkelrote Färbung.
Ipê enthält zudem einen purpurfarbenen Inhaltsstoff, der wasserlöslich ist und daher „ausbluten“ kann.

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Ipê Längsansicht

Ipê Längsansicht

Ipê Längsansicht

Ipê Längsansicht

Ipê Längsansicht

Ipê Längsansicht

Ipê Längsansicht

Ipê Längsansicht

Ipê Längsansicht

Ipê Nachaufnahme

Ipê Nachaufnahme

Ipê Nachaufnahme

Ipê Nachaufnahme

Ipê Nachaufnahme

Ipê Nachaufnahme

Ipê Nachaufnahme

Ipê Nachaufnahme

Ipê Partien

Ipê Partien

Ipê Partien

Ipê Partien

Ipê Partien

Ipê Partien

Ipê Partien

Ipê Rundholz

Ipê Stamm an der Bandsäge

Ipê Stamm an der Bandsäge