Cumarú

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Weitere Handelsnamen

Cumaru Ferro + Cumaru Rosa (je nach Farbrichtung)

Botanischer Name

Dipteryx odorata, D. polyphylla

Herkunft

Mittel- und Südamerika, wobei die besten Herkünfte aus dem Amazonasbeckens Brasiliens und den Guyanas kommen, für die auch die nachstehende Beschreibung gilt

Splintholz

abgesetzt, meist schmal 20 – 30 mm, hellgelb

Kernholz

gelbbraun bis rotbraun, teils mit gelbroten Adern durchzogen Faserverlauf meist eng wechseldrehwüchsig. Oberfläche sehr dicht. Cumaru ist farblich wie strukturell ein überwiegend homogenes Holz von mittlerer Textur und sehr hoher Dichte. Holzbild schlicht, u. U. mit Glanzstreifen durch Wechseldrehwuchs (nur auf radialen Flächen). Cumaru fühlt sich teilweise ein wenig ölig an.

Geruch

riecht im frischen Zustand etwas nach Vanille und schmeckt nach ranzigem Öl, in trockenem Zustand ohne charakteristischen Geruch

Stammdurchmesser

50 – 90 cm, teils auch bis 120 cm, bei geradem zylindrischem Wuchs

Dichte

bei 12% HF: 1.070 (+/- 50) kg/m³
frisch: 1.280 kg/m³

Schwindmaß

tangential: 7,7 (+/- 1,2) %
radial: 5,5 (+/- 0,9) %

Druckfestigkeit

103 (+/- 8) N/mm²

Biegefestigkeit

170 (+/- 23) N/mm²

Monnin Härte

13,1 (+/- 2,5) N/mm²

E-Modul

26.610 (+/- 3.224) N/mm²

Stehvermögen

mäßig bis gut. Die Trocknung muss sehr sorgfältig und langsam durchgeführt werden um Rissbildung (Oberflächen- und Endrisse) zu reduzieren. Cumaru ist träge in der Feuchteaufnahme und -abgabe.

Bearbeitung

Aufgrund der großen Härte ist die Bearbeitung mit Hand- und Maschinenwerkzeugen speziell im trockenen Zustand erschwert. Die Werkzeuge stumpfen schnell ab, der Einsatz von HM-bestückten Werkzeugen ist empfehlenswert. Cumaru kann jedoch sehr gut gehobelt werden und die gehobelte Fläche wird, außer bei sehr starkem Wechseldrehwuchs, sehr glatt. Cumaru lässt sich gut drechseln.

Biegefähigkeit

nicht bekannt

Leimfestigkeit

schlecht, nur Leime auf PUR-Basis geeignet; Leimflächen sollten unmittelbar vorher entfettet werden

Nagelfestigkeit

gut, jedoch Vorbohren erforderlich

Oberflächenbehandlung

gut

Verwendung

Konstruktionsholz im Außenbau für mechanisch und biologisch höchst beanspruchte Anwendungen, an die auch mäßige Anforderungen hinsichtlich Maßhaltigkeit gestellt werden können, z. B. Schwellen, Boots- und Schiffsbau, Schleusen, Schwimmstege, Wasserbau (nur Süßwasser!), Kühlturmbau, Kläranlagen, Lärm- und Sichtschutzwände, Spundwände, LKW-Böden. Aufgrund seiner Begehrtheit als Gartenholz sind technische Verwendungen bei Cumaru in den Hintergrund geraten, mit Ausnahme von schlechteren Qualitäten. Cumaru eignet sich vorzüglich für Balkon- und Terrassendielen, Brücken- und Bootssteg-Beläge, Fassadenverkleidungen, Zaunanlagen, Parkbänke und Landschaftsmobiliar. Nach sorgfältiger Sortierung und Trocknung eignet sich Cumaru im Innenbereich auch gut für hochbelastete Fußböden, z. B. im Gastronomiebereich, in Diskotheken, Werkhallen von Handwerks- und Industrieanlagen

Dauerhaftigkeit

sehr gut (entspricht Dauerhaftigkeitsklasse 1 nach DIN EN 350-2), beständig gegen Trockenholzinsekten und Termiten.

Ähnliche Holzarten

in Bezug auf ähnliche Rohdichte und Dauerhaftigkeit: Balsamo, Ipê, Massaranduba, u.a.

Bemerkungen

Cumaru ist ein sehr schweres und hartes Holz mit Festigkeitseigenschaften, die im Bereich von Bongossi, Bangkirai und ähnlich schweren Harthölzern liegen. Im Gegensatz zu diesen Hölzern weist Cumaru jedoch eine höhere Dauerhaftigkeit, bessere Formstabilität und ein weitaus geringeres Rissverhalten auf. Der Samen (die Bohnen) enthalten einen Geschmacksstoff, der als Ersatzstoff für Vanille verwendet wird.

Bildergalerie

Tourist-Resort Karibik aus Cumaru-Holz

Tourist-Resort Karibik aus Cumaru-Holz

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Cumaru Terrasse

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Cumaru Sichtschutzzaun

Cumaru Sichtschutzzaun

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Cumaru gelbbraun Längsansicht

Cumaru gelbbraun Partien

Cumaru gelbbraun Produktion

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Cumaru rotbraun Längsansicht

Cumaru rotbraun Längsansicht

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