Maçaranduba

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Massaranduba
Botanischer Name

Manilkara bidentata, M. huberi | M. amazonica, M. surinamensis

Herkunft

Nördliches bis mittleres Südamerika: Brasilien, Frz. Guyana, Surinam, Guyana, Venezuela, Kolumbien, Peru. Mittelamerika: Panama.

Splintholz

deutlich abgesetzt, meist schmal 40-60 mm, weiß bis rosa

Kernholz

im frischen Zustand fleischrot; dunkel-rotbraun teilweise auch purpurbraun nachdunkelnd.
Faserverlauf gerade bis seltener wechseldrehwüchsig.
Farblich wie strukturell überwiegend homogenes Holz von feiner Textur und sehr hoher Dichte; Holzbild je nach Faserverlauf schlicht bis dekorativ, u. U. mit schwachen Glanzstreifen durch Wechseldrehwuchs (nur auf radialen Flächen).

Geruch

nicht auffällig

Stammdurchmesser

60 – 120 cm, teils auch bis 180 cm; bei geradem, zylindrischem Wuchs

Dichte

bei 12% HF: 1.100 (+/- 50) kg/m³
frisch: 1.260 kg/m³

Schwindmaß

tangential: 9,4 (+/- 0,8) %
radial: 7,1 (+/- 0,8) %

Druckfestigkeit

89 (+/- 8) N/mm²

Biegefestigkeit

170 (+/- 18) N/mm²

Monnin Härte

12,9 (+/- 2,1) N/mm²

E-Modul

24.410 (+/- 3.274) N/mm²

Stehvermögen

schlecht / Massaranduba trocknet sehr langsam mit hoher Neigung zu Verformung und Rissbildung (Oberflächen- und Endrisse). An der Luft langsam vortrocknen und zur Vermeidung dieser Risiken das Holz während des Trocknungsprozesses vor Sonneneinstrahlung durch Abdeckungen schützen. Das Holz ist träge in der Feuchteaufnahme und -abgabe.

Bearbeitung

aufgrund der großen Härte ist die Bearbeitung mit Hand- und Maschinenwerkzeugen speziell im trockenen Zustand erschwert. Werkzeuge stumpfen schnell ab, hoher Krafteinsatz erforderlich; der Einsatz von HM-bestückten Werkzeugen ist empfehlenswert.
Mit scharfen Werkzeugen lassen sich jedoch sehr glatte und schöne Oberflächen erzielen.

Biegefähigkeit

sehr biegsam

Leimfestigkeit

mäßig / wenn möglich nur für Innenanwendungen. Aufgrund der sehr hohen Dichte des Holzes erfordert die Verleimung besondere Sorgfalt.

Nagelfestigkeit

gut, jedoch Vorbohren erforderlich

Oberflächenbehandlung

gut / Massaranduba lässt sich sehr gut und glatt polieren

Verwendung

Konstruktionsholz für stärkste Beanspruchungen im Innen- und besonders im Außenbau, an die keine hohen Ansprüche bezüglich Maßhaltigkeit gestellt werden, z.B. Brückenbau, Schwimmstege, Wasserbau (nur Süßwasser!), Kühlturmbau, Kläranlagen, Bahnschwellen.
Lärm- und Sichtschutzwände, Zaunanlagen, Treppen, Terrassendielen (möglichst jedoch gut lufttrocken oder technisch getrocknet). Werkzeuggriffe, Biegeteile, gut geeignet auch für Fußböden in Werkhallen von Handwerk- und Industrieanlagen.

Dauerhaftigkeit

sehr gut (entspricht Dauerhaftigkeitsklasse 1 nach DIN EN 350-2). beständig gegen Trockenholzinsekten und Termiten.

Ähnliche Holzarten

in Bezug auf ähnliche Rohdichte und Dauerhaftigkeit: z.B. Balsamo, Cumarú, Ipê, u.a.

Bemerkungen

Massaranduba ist ein sehr schweres und hartes Holz mit Festigkeitseigenschaften, die im Bereich von Bongossi und ähnlich schweren Harthölzern liegen.
Massaranduba ist das schwerste brasilianische Holz, welches für Terrassendielen verwendet wird.
Schleifstaub kann zu Entzündungen der Augen und Schleimhäute führen.
In Surinam wird aus dem Baum Balata abgezapft, dass für manche Anwendungen besser wie Gummi ist.

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Massaranduba Maßkontrollen

Massaranduba Maßkontrollen

Massaranduba Nahaufnahme

Massaranduba Partien

Massaranduba Partien

Massaranduba Partien

Massaranduba Rundholz

Massaranduba Terassendielen

Massaranduba Terassendielen